Archiv der bereits stattgefundenen öffentlich beworbenen Veranstaltungen (nicht aufgeführt sind also Treffen von Fachschaftsräten, AGs etc.) im Bildungskeller Dezember 2009 – Anfang Januar 2011:

1.12.2009 : 19.00 Uhr – eutopia Filmabend

Es soll der Film “Let’s make money” gezeigt und diskutiert werden.
Veranstalter_innen: Eutopia – Rostocker Uniprojekt für Entwicklungszusammenarbeit e.V.

2.12.2009 : 19.30 Uhr – Protestkino mit anschließender Diskussion

Es wird der Film “Summer of Resistance Reloaded – Kick it like Frankreich” gezeigt.
Der Film versucht, einen Überblick über die Proteste gegen Studiengebühren zu geben, die im sogenannten Summer of Resistance reloaded – dem Sommersemester 2006 – stattgefunden haben und reist dafür durchs ganze Land. So zeigt er ein möglichst breites Spektrum der Protestbewegung – sowohl was ihre lokalitäten, als auch ihre Aktionsformen und Hintergründe angeht. Mittendrinn statt nur dabei! Actiondoku, Deutschland 2007, ca. 92 Min., eine yellow resistance Produktion des studentischen VideoaktivistInnen-netzwerk.
Veranstalter_innen: AG Bildungskeller

8.12.2009 – 19.30 Uhr: Moloch Universität

Moloch Universität – Stagnierende Verhältnisse und wie sie sich verändern lassen

In den Universitäten treffen wir auf verfestigte Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse, denen der Mensch im System Uni ausgeliefert scheint. Geld und Reform helfen da nicht unbedingt, etwas ändern kann der Mensch. Jeder einzelne. Wir betrachten am Abend die inneren Strukturen und diskutieren unsere Möglichkeiten der Veränderung.

Veranstaltung mit dem Diplom-Psychologen Dr. Ulf Gausmann der selbst als Dozent an der Universität Rostock tätig war und einleitend über seine Erfahrungen und Eindrücke berichtet.

9.12.2009 – 20.30 Uhr – ProtestKino: „Die Klasse“

Die Doku-Fiktion berichtet über die Länge eines Schuljahres über die Erfahrungen eines jungen Lehrers an einer Schule im 20. Arrondissement von Paris. Ein paar wenige Kinder, 13 bis 14 Jahre alt, arbeiten mit, der Rest sitzt seine Zeit ab wie im Knast oder betreibt lautstark Sabotage. Der Film erzählt das vorurteilsfrei und unparteiisch, und ohne jeden Lösungsansatz – gerade das macht seinen Film so aufwühlend, dass er nichts simplifiziert und die Sehnsucht nach Schuldzuweisungen nicht erfüllt. (SZ)


15.12.2009 – 18.00 Uhr – Frag die Kandidaten

Am Mittwoch (16.12.) entscheidet der StuRa über einen Vorschlag für den
Prorektor für studentische Angelegenheiten.
Die Kandidaten Phlipp da Cunha, Andreas Dähn und Heiko Marski stellen
sich den Fragen aller Studierender!
Nutzt Eure Chance und fühlt ihnen auf den Zahn …

15.12.2009-19.30 Uhr – Vorstellung von Reformideen

Chaos wegen vieler Restplätze bei NC-Fächern! Finanzielle Gründe verzögern oder verhindern oft das Studium! Unzufriedenheit mit dem Studium! Reformideen zur besseren Vergabe von Studienplätzen, einem sozialeren BAFÖG , einer studentenfreundlicheren Finanzierung der Hochschulen und der Erhöhung ihrer Qualität – mit anschließender Diskussion. (Referent: Daniel Kraus, Dipl.-Kff.)

17.12.2009 – ProtestKino: Streik(t)raum

Als die französische Regierung Anfang 2006 ein Gesetz durchsetzen will,
mit dem Berufseinsteiger zwei Jahre lang fristlos entlassen werden
können, proben die Studenten den Aufstand und besetzen die
Universitäten. Die Filmemacher nehmen an den Streikvorbereitungen teil,
an Diskussionen, Versammlungen, Kaffeepausen, am Barrikadenbau und
Brötchenschmieren. Die streikenden Studenten lernen etwas, das im
universitären Leben selten vorkommt: Trotz widerstreitender Ansichten
gemeinsame Entscheidungen zu finden, mit Macht umzugehen und Macht auszuüben.

18.12.2009 – 19.00 Uhr – Leseabend: Wilhelm von Humboldt

„Freiheit und Einheit von Forschung und Lehre!“, „Für ein humanistisches Bildungsideal!“ und „Aufklärende Bildung, die zu kritischem Denken befähigt!“ sind Ausrufe, die auf auf unserer Forderungsliste ganz oben stehen. Als renommierter Repräsentant dieser Forderungen gilt Wilhelm von Humboldt. Was genau steckt hinter diesen Forderungen und (wie) lassen sie sich auf unsere heutige Zeit übertragen?
Ausgewählte Texte gibt es vorab unter: http://rapidshare.de/files/48825339/Humboldt.pdf.html

7.Januar 2010 – 20.00 Uhr – Filmreihe: Roots (I)

Roots (1977) erzählt die Familiengeschichte des Afro-Amerikaners Alex Haley, der es geschafft seinen Stammbaum bis zu seinem ersten Vorfahren Kunta Kinte aus Westafrika zurückzuverfolgen. Von der Zeit der Sklaverei über den Bürgerkrieg, den Jim-Crow-Gesetzen des Südens, bis hin zum 1. und 2. Weltkrieg ist Roots ein wichtiger Betrag zur Schwarzen Geschichtsschreibung in den USA geworden.

Eine Veranstaltungsreihe der FANAM – Fachschaft Anglistik/Amerikanistik

14.Januar 2010
-19.00 Uhr – Bologna? Bologna?

Info- und Diskussionsveranstaltung zum „Bologna-Prozess“.
Einleitung: Mandy Kusmierczyk
VA: Protestkoordination

20.00 Uhr – Filmreihe: Roots (II)

Eine Veranstaltungsreihe der FANAM – Fachschaft Anglistik/Amerikanistik

18.Januar 2010 – 19.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

21.Januar 2010 – 20.00 Uhr – Filmreihe: Roots (III)

Eine Veranstaltungsreihe der FANAM – Fachschaft Anglistik/Amerikanistik

22.Januar 2010 – 19.30 Uhr – Veranstaltung: „Waltz with Bashir“

„Waltz with Bashir ist ein dokumentarischer Trickfilm aus der Perspektive des Regisseurs Ari Folman, der 1982 als israelischer Soldat während des ersten Libanonkrieges im Libanon stationiert war.“ (Wikipedia)
Der Film wird im Rahmen eines Seminars gezeigt und kurz eingeleitet. Der Filmabend kann aber auch unabhängig vom Seminar besucht werden!

Infos zum Film:
http://de.wikipedia.org/wiki/Waltz_with_Bashir
http://waltz-with-bashir.pandorafilm.de/

Eine Veranstaltung des Fachschaftsrats Politikwissenschaften des IPV (POLDI).

25.Januar 2010 – 19.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

Siehe auch:
http://uni-proteste-rostock.blogspot.com/
http://www.bildungsstreik.net/

26.Januar 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

Jeden Dienstag ist der Bildungskeller
ab 18.00 Uhr
als „Open Space“ geöffnet:

Zum Informieren und Lesen in der Infothek, Diskutieren, Planen von Umstürzen und sonstigen Aktivitäten oder auch nur zum Abhängen und mit Freund_innen treffen…

Es gibt Tee & Kaffee gegen Spende!

Ab 20.00 Uhr wird zudem ein Film (mit anschließender Diskussion) gezeigt.
Was läuft bestimmt Ihr.
Ideen an: bildungskeller@systemausfall.org
Herzlich Willkommen!

27.Januar 2010 – 20.00 Uhr – Filmreihe: Roots (IV)

Eine Veranstaltungsreihe der FANAM – Fachschaft Anglistik/Amerikanistik

2.Februar 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

siehe auch 26.1.2010
Es gab Chili sin carne :)

8. Februar 2010 – 18.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

Siehe auch:
http://uni-proteste-rostock.blogspot.com/
http://www.bildungsstreik.net/

9. Februar 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

siehe auch 26.1.2010
Es gab Eintopf und einen Film zur Todesstrafe in den USA am Beispiel des vom Tode bedrohten Gefangenen Mumia Abu Jamal:
Dokumentation „In Prison my whole Life“
Mumia Abu-Jabal – Polizistenmoerder oder unschuldiger politischer Gefangener?
Seit 28 Jahren sitzt er in einer Todeszelle in Pennsylvania und wartet auf ein Verfahren, das die Bezeichnung ‚fair‘ verdient.
Zweimal schon konnte die Hinrichtung abgewendet werden – aber die Staatsanwaltschaft versucht
ihr Möglichstes, um das Todesurteil doch noch durch zu setzen.

Komm zum Film! Informiere dich! Verhilf Mumia zu einem fairen Prozess!
Bring dir ein T-shirt/Pullover mit, um deine individuelle Mumia-Message zu gestalten!

http://inprisonmywholelife.com
http://mumia-hoerbuch.de

16. Februar 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

siehe auch 26.1.2010

Es wurde der Film Blutige Erdbeeren gezeigt und diskutiert.

Blutige Erdbeeren

22.Februar 2010 – 18.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

Siehe auch:
http://uni-proteste-rostock.blogspot.com/
http://www.bildungsstreik.net/

23. Februar 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

siehe auch 26.1.2010

2. März 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

siehe auch 26.1.2010

Es wurde die NDR-Dokumentation „Rostock ganz Unten“ aus dem Jahr 1993 gezeigt.
Szenen aus der KTV bevor sie zum „In-Viertel“ der Studierenden wurde…

8. März 2010 – 18.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

Siehe auch:
http://uni-proteste-rostock.blogspot.com/
http://www.bildungsstreik.net/

9. März 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

siehe auch 26.1.2010

16. März 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

siehe auch 26.1.2010

22. März 2010 – 18.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

Am 22. März waren u.a. die Schülerinnen und Schüler zu Gast und wir diskutierten den Entwurf für das neue Landeshochschulgesetz.

26. März 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

Jeden Dienstag ist der Bildungskeller
ab 18.00 Uhr
als „Open Space“ geöffnet:

Zum Informieren und Lesen in der Infothek, Diskutieren, Planen von Umstürzen und sonstigen Aktivitäten oder auch nur zum Abhängen und mit Freund_innen treffen…

Es gibt Tee & Kaffee gegen Spende!

Ab 20.00 Uhr wird zudem ein Film (mit anschließender Diskussion) gezeigt.
Was läuft bestimmt Ihr.
Ideen an: bildungskeller@systemausfall.org
Herzlich Willkommen!

12. April 2010 – 18.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

Am 12. April ging es u.a. um das LHG.

13. April 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space


Jeden Dienstag ist der Bildungskeller
ab 18.00 Uhr
als „Open Space“ geöffnet:

Zum Informieren und Lesen in der Infothek, Diskutieren, Planen von Umstürzen und sonstigen Aktivitäten oder auch nur zum Abhängen und mit Freund_innen treffen…

Es gibt Tee & Kaffee gegen Spende!

19. April 2010 – 19.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

20. April 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

ab 18.00 Uhr
als „Open Space“ geöffnet:

Zum Informieren und Lesen in der Infothek, Diskutieren, Planen von Umstürzen und sonstigen Aktivitäten oder auch nur zum Abhängen und mit Freund_innen treffen…

Es gibt Tee & Kaffee gegen Spende!

* ab ca. 19.30 Uhr gibt es eine Kleinigkeit zum Essen gegen Spende für Unkosten
* ab ca. 20.00 Uhr wird ein Film gezeigt:

Der Untertan – Regie: Wolfgang Staudte, DEFA (DDR), 1951
Der Untertan

Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untertan
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untertan_%28Film%29

Anschließend an den Film: Diskussion und Open End.

26. April 2010 – 19.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

27. April 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

* Ab 18.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet. Zum Informieren und Lesen in der Infothek, Diskutieren, Planen von Umstürzen und sonstigen Aktivitäten oder auch nur zum Abhängen und mit Freund_innen treffen… Es gibt Tee & Kaffee gegen Spende!
* ab ca. 19.00 Uhr gibt es eine Kleinigkeit zum Essen gegen Spende zur Deckung der Unkosten
* ab ca. 20.00 Uhr wird ein Film gezeigt
Im Anschluss Diskussion & Open End.

Programm am 27. April 2010:

Ab ca. 19.00 Uhr gibt es Informationen zum angekündigten Nazi-Aufmarsch am 1. Mai 2010 in Rostock-Lütten Klein, den antifaschistischen Gegenaktivitäten (Massenblockaden) am 1. Mai und zur Antifa-Demo BLOCK *EM UP! am 30. April.

ANTIFA

Antifa

Im Anschluss Film:
Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?
Mit einer kurzen Einleitung zum geschichtlichen Hintergrund und zur Veröffentlichungsgeschichte.

Filmplakat

Infos zum Film in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kuhle_Wampe

Den Film gibt es auch Online:
http://www.archive.org/details/KuhleWampe

Aber in der Gruppe gucken und diskutieren macht selbstverständlich viel mehr Spaß :)

Generell gilt:
Was am OpenSpace-Dienstag läuft, gekocht und diskutiert wird bestimmt Ihr! Ideen, Vorschläge etc. an: bildungskeller@systemausfall.org

3. Mai 2010 – 19.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

4. Mai 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

* Ab 18.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet. Zum Informieren und Lesen in der Infothek, Diskutieren, Planen von Umstürzen und sonstigen Aktivitäten oder auch nur zum Abhängen und mit Freund_innen treffen… Es gibt Tee & Kaffee gegen Spende!
* ab ca. 19.00 Uhr gibt es eine Kleinigkeit zum Essen gegen Spende zur Deckung der Unkosten
* ab ca. 20.00 Uhr wird ein Film gezeigt
Im Anschluss Diskussion & Open End.

Programm am 4. Mai 2010:

Film: „The truth lies in Rostock“

Im August 1992 griff ein Mob aus rassistisch aufgehetzten Anwohner_innen und organisierten Faschist_innen vier Tage lang die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ (ZaST) im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen an. Die Bilder der applaudierenden Deutschen am Rande des Geschehens gingen in die Geschichte ein. Es grenzt an ein Wunder, dass bei den Ausschreitungen niemand zu Tode gekommen ist.

Die Videoproduktion „The Truth lies in Rostock“ entstand 1993 unter maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Geschehnisse im attackierten Wohnheim befanden.

Lichtenhagen 1992

Den Film gibt es auch Online:
http://video.google.de/videoplay?docid=-138324537333427498#

Aber in der Gruppe gucken und diskutieren ist selbstverständlich viel sinniger :)

Generell gilt:
Was am OpenSpace-Dienstag läuft, gekocht und diskutiert wird bestimmt Ihr! Ideen, Vorschläge etc. an: bildungskeller@systemausfall.org

10. Mai 2010 – 19.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

11. Mai 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

* Ab 18.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet. Zum Informieren und Lesen in der Infothek, Diskutieren, Planen von Umstürzen und sonstigen Aktivitäten oder auch nur zum Abhängen und mit Freund_innen treffen… Es gibt Tee & Kaffee gegen Spende!
* ab ca. 19.00 Uhr gibt es eine Kleinigkeit zum Essen gegen Spende zur Deckung der Unkosten
* ab ca. 20.00 Uhr wird ein Film gezeigt
Im Anschluss Diskussion & Open End.

Programm am 11. Mai 2010:

Die GHG, das Bündnis Bildungsaktion Rostock und der AStA der Uni Rostock präsentieren eine Film über den drohenden Öl-Crash:

a crude awakening – the Oil Crash
Trailer

Förderruinen an versiegten Ölquellen sind das stumme Warnzeichen, dass “Peak Oil”, das Erreichen der maximalen Fördermenge, nicht mehr fern ist. Gleichzeitig steigt der Bedarf in Indien und China dramatisch. Und was ist mit den Entwicklungsländern, die bisher kaum Öl verbraucht haben?
Welche Konsequenzen hat das Versiegen der Ölquellen für die internationale Politik? Welche Konsequenzen hat es für uns? Werden wir bald wieder leben müssen wie im 19. Jahrhundert?
Dieser Film sucht Antworten.

Der Film selbst wird im Raum 224 gezeigt.
Gegessen wird zuvor jedoch im Bildungskeller.

Generell gilt:
Was am OpenSpace-Dienstag läuft, gekocht und diskutiert wird bestimmt Ihr! Ideen, Vorschläge etc. an: bildungskeller@systemausfall.org

MONTAG – 17.Mai 2010 – ab 9.30 Uhr: Live-Übertragung der Nationalen Bologna-Konferenz

Am Montag, dem 17. Mai 2010, findet in Berlin von 9:30 bis 13:30 Uhr eine Nationale Bologna-Konferenz statt, zu welcher die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Schavan, in Folge der Studierendenproteste im Wintersemester 2009/10 eingeladen hat. Bundesweit werden an vielen Universitäten und Hochschulen Live-Übertragungen veranstaltet, um die Studierenden über die Inhalte und den Verlauf der Konferenz zu informieren.

So auch in Rostock: Am Montag, dem 17.05.2010 ab 9:30 Uhr gibt es eine Live-Übertragung der Konferenz im „Bildungskeller“,
zu der alle interessierten Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Universität Rostock herzlich eingeladen sind!

Im Anschluss an die Live-Übertragung im Bildungskeller wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben.
Auch für ein kleines Büfett mit Getränken und Brötchen ist gesorgt!

Die Übertragung wird vom Protestbündnis Bildungsaktion Rostock organisiert und vom AStA der Universität Rostock unterstützt.

Ergänzung:
An der HU Berlin ist für den 17. Mai ein „Dies Academicus“ vom Akademischen Senat beschlossen worden die Lehrveranstaltungen fallen aus oder müssen nicht besucht werden. Stattdessen findet zusätzlich zur Live-Übertragung der Nationalen Bologna Konferenz auch ein Gegengipfel statt. Auf dem Gegengipfel sollen ab 14.00 Uhr im Anschluss an die Übertragung der Nationalen Bologna Konferenz Studierende und Expert/innen gemeinsam die Ergebnisse der Bologna-Konferenz analysieren und diskutieren.

Es wird einen Livestream geben:
http://www.gegengipfel.blogspot.com/

17. Mai 2010 – 19.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

18. Mai 2010 – ab 18.00 Uhr – Open Space

* Ab 18.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet. Zum Informieren und Lesen in der Infothek, Diskutieren, Planen von Umstürzen und sonstigen Aktivitäten oder auch nur zum Abhängen und mit Freund_innen treffen… Es gibt Tee & Kaffee gegen Spende!
* ab ca. 19.00 Uhr gibt es eine Kleinigkeit zum Essen gegen Spende zur Deckung der Unkosten
* ab ca. 20.00 Uhr wird ein Film gezeigt
Im Anschluss Diskussion & Open End.

Programm am 18. Mai 2010:

Film und Diskussion zum Thema Grundeinkommen (VA: Fabian & GHG)

„Ein Einkommen ist wie Luft unter den Flügeln!“ so beginnt der Film. Sollte das für jeden bedingungslos sein? Kann es das geben: ein wirtschaftliches Bürgerrecht? Der Film ist packend, bewegt, berührt und kommt gerade da auf den Punkt, wo es um reine Vernunft geht. Er lässt die Verhältnisse unter einem neuen Licht sehen. Ein brandaktuelles Thema mit anschließender Diskussion“

Trailer:

MITTWOCH – 26.Mai 2010 – 19.00 Uhr – Bildungsbewegung(en) in Lateinamerika

Der Referent Dr. Gustavo Abarzua-Cortes (Institut für Romanistik, Universität Rostock) wird sich in seinem einführenden Vortrag mit den historischen und aktuellen Kämpfen lateinamerikanischer Studierender und Wissenschaftler/innen für Demokratie und Autonomie an den Universitäten und Bildungseinrichtungen in Lateinamerika befassen:

Lateinamerika kann sich auf eine lange Tradition von Reformbewegungen im Bildungsbereich beziehen die schon 1918 beginnen und einen Höhepunkt in den 1960er und 70er Jahren erreichen.
Die neoliberalen Experimente in den folgenden Dekaden zerstörten viele fortschrittliche Errungenschaften aus früheren Kämpfen. Heute nach dem Zerfall der Militärdiktaturen kämpfen neue Generationen von Studierenden, Wissenschaftler/innen und Schüler/innen für die Schaffung neuer demokratischer Räume und Freiheiten.

Wir wollen gemeinsam über Lehren aus den historischen Kämpfen sowie mögliche Verbindungen zwischen den aktuellen Auseinandersetzungen um Bildungsreformen in Lateinamerika und Europa diskutieren. Wie könnte eine solidarische Bezugnahme aussehen?

Veranstalter: AG Bildungskeller & Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

DONNERSTAG – 27.Mai 2010 – 20.00 Uhr – Filmreihe: Roots

Eine Veranstaltungsreihe der FANAM – Fachschaft Anglistik/Amerikanistik

31. Mai 2010 – 19.00 Uhr – Treffen Bildungsprotestbündnis

Offenes Treffen des Bildungsprotestbündnisses zur Planung der Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks 2010.
Arbeite & Plane mit!

2. Juni 2010 – 19.00 Uhr – Ein Blick zurück nach vorn: Zwischenbilanz und Perspektiven der Bildungsproteste

Veranstaltung mit einem Studierenden aus Wien der seine Erfahrungen aus den Bildungsprotesten in Wien zur Diskussion stellt.
Die Besetzung der Universität Wien war Ausgangspunkt einer auch auf die BRD und nicht zuletzt Rostock übergreifenden Protestbewegung im Wintersemester 2009/2010. Wir wollen gemeinsam eine erste Bilanz unserer Erfahrungen ziehen und Perspektiven für die Auseinandersetzungen der kommenden Zeit entwickeln.

Im Anschluss: Soli-Party im Bunker

DONNERSTAG – 08.07.2010 – MILK

Anlässlich des Rostocker Christopher Street Days laden Euch die Grüne Hochschulgruppe, der POLDI, die FANAM und der Bildungskeller zu einem Filmabend ein:

Gezeigt wird “Milk” im englischen Original mit Untertiteln.

Infos zum Film:
http://de.wikipedia.org/wiki/Milk_%28Film%29

Trailer:

Do.: 08.07.2010 ab 19:00 Uhr
Hörsaal 224 (Ulmenstraße 69)

Infos zum CSD Rostock

Plakat - MILK

DIENSTAG – 12.10.2010: OpenSpace & Film „flüstern & SCHREIEN“

Am 12. Oktober findet der erste OpenSpace des Wintersemesters 10/11 statt.

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Ab ca. 20.00 Uhr läuft der DEFA-Dokumentarfilm „flüstern & SCHREIEN“ (DDR, 1988).

DEFA

Aus dem Werbetext des Verleihs:
Ein unterhaltsames Roadmovie über die Rock- und Punkszene in der DDR. Ein Jahr lang haben Dieter Schumann und sein Team Bands wie „Silly“ mit Tamara Danz, „Feeling B“ mit Aljoscha Rompe, „Chicoree“ und „Sandow“ auf ihren Tourneen begleitet. Alle Underground-Gruppen sind im Konzert zu sehen, im Kontakt mit ihrem Publikum.

Der Regisseur, der als Jugendlicher selbst leidenschaftlicher Musikfan war, wollte das Lebensgefühl und die Protesthaltung der Jugendlichen zeigen – entgegen den damals im Fernsehen üblichen FDJ-Darstellungen. Ihm ging es um die Kluft zwischen gesellschaftlichem Anspruch und realem Alltag. Über das Medium Musik haben sich Jugendliche gegen die verstaubten Zustände gewendet. Im Gespräch mit den Fans erfährt Schumann von ihren Sehnsüchten, sich ohne Einschränkungen kleiden und bewegen zu dürfen, zu widersprechen und nicht als staatsfeindlich abgestempelt zu werden, weil sie an die Stelle von Arbeit und politischer Organisation andere Interessen stellen.

Im Anschluss Möglichkeit zur Diskussion.

DIENSTAG – 19.10.2010: OpenSpace & Film „It´s a Free World“

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Ab ca. 20.00 Uhr läuft der Spielfilm „It´s a Free World“

Free World

Aus dem Werbetext des Verleihs:

Mit emotionaler Wucht erzählt Ken Loachs neuester Film, »It’s a Free World«,eine berührende Geschichte von Soll und Haben, die so hochaktuell wie zeitlos ist.

Kaum einem Regisseur gelingt es zur Zeit so konsequent, in seinen Geschichten die Strukturen einer Welt offenzulegen, in der Verantwortung und Solidarität verschwunden sind. Packend und eindringlich erzählt Ken Loach ein hervorragend besetztes Drama zwischen Wirtschaftskrimi und Familiengeschichte.

Siehe auch: http://www.free-world-der-film.de/

Im Anschluss Möglichkeit zur Diskussion.

DIENSTAG – 26.10.2010: OpenSpace & Film „Schrei im Dezember“

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Ab ca. 20.00 Uhr läuft der Spielfilm „Schrei im Dezember“

Schrei

Schrei im Dezember (Regie: Kostas Kolimenos, 2009; Dokumentation OmU)
Athen, am Abend des 6. Dezember 2008: Ein Beamter einer Sondereinheit der griechischen politischen Polizei erschießt den 15-jährigen Schüler Alexandros Grigoropoulos. Stunden später sind bereits Zehntausende auf der Straße und protestieren. Die folgenden Straßenkämpfe in der griechischen Hauptstadt dauern bis zum Jahreswechsel. Kostas Kolimenos dokumentiert die Hintergründe und den Verlauf dieser militanten Protestaktionen nach den Todesschüssen auf Alexandros Grigoropoulos.

Im Anschluss an den Film Möglichkeit zur Diskussion.

DIENSTAG – 02.11.2010: OpenSpace & Film „Eisenfresser“

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet (Meist gibt es eine Kleinigkeit zu Essen. Kaffee, Tee und die Gesellschaft netter Leute gibt es immer…)
Ab ca. 20.00 Uhr läuft die Doku „Eisenfresser“ und im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion!

Eisenfresser

Eisenfresser (Buch, Regie und Kamera: Shaheen Dill-Riaz)

Aus dem Werbetext des Verleihs:
Die jährliche Hungersnot zwingt die Bauern, ihre Heimat im Norden Bangladeschs zu verlassen, um als Saisonarbeiter auf den Schiffsabwrack-Werften im Süden des Landes anzuheuern. An den Stränden von Chittagong zerlegen sie von Hand ausgemusterte Tanker und Containerschiffe aus den Industrieländern.

Regisseur Shaheen Dill-Riaz konfrontiert uns in seinem Dokumentarfilm mit einem ausgeklügelten System von Ausbeutung und Abhängigkeit. Gerade diejenigen, die die gefährlichsten und härtesten Arbeiten erledigen, geraten in eine ausweglose Schuldenfalle, der nur die wenigsten entkommen können.

    Trailer:

DIENSTAG – 09.11.2010: OpenSpace & Film „Inglourious Basterds“

Immer wieder dienstags …

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
(Oft gibt es eine Kleinigkeit zu Essen zum Selbstkostenpreis. Kaffee, Tee und die Gesellschaft netter Leute gibt es immer…)

Ab ca. 20.00 Uhr läuft der Film „Inglourious Basterds“ (us-amerikanische Fassung).
Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion!

IB

DIENSTAG – 16.11.2010: OpenSpace & Film „Land and Freedom“

Immer wieder dienstags …

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
(Meistens gibt es eine Kleinigkeit zu Essen zum Selbstkostenpreis. Kaffee, Tee und die Gesellschaft netter Leute gibt es immer…)

Ab ca. 20.00 Uhr läuft der Film „Land and Freedom“ (1995, Ken Loach). Der Film ist an das Buch Mein Katalonien von Georg Orwell angelehnt und erzählt die Geschichte des jungen Erwerbsloses David, ein englischer Kommunist, der 1936 dem Ruf zur Verteidigung des revolutionären Spaniens gegen den Franco-Faschismus folgt. David schließt sich einer Gruppe der revolutionären Miliz der POUM an und erlebt an der Aragon-Front und in Barcelona die Wirren des Krieges – den ungleichen Kampf gegen die Franco-Truppen und die internen Auseinandersetzungen auf republikanischer Seite.

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion!

DIENSTAG – 23.11.2010: OpenSpace „Nach dem Castor ist vor dem Castor …“

OpenSpace: Nach dem CASTOR ist vor dem CASTOR …

Erst vor wenigen Tagen protestierten zehntausende Menschen gegen einen CASTOR-Transport nach Gorleben (Niedersachsen) und die Atompolitik der Bundesregierung. Noch in den restlichen Wochen dieses Jahres (wahrscheinlich Mitte/Ende Dezember) soll erneut ein Atommülltransport mit neun CASTOR-Behältern durchgesetzt werden. Ziel des Transports ist diesmal das „Zwischenlager Nord“ in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern). Proteste werden vorbereitet…

Wir wollen im Rahmen des OpenSpace im Bildungskeller einen Rückblick auf die Proteste in Gorleben (Erlebnisberichte, Videos) und einen Ausblick auf den anstehenden Widerstand gegen den CASTOR-Transport durch Mecklenburg-Vorpommern im Dezember 2010 unternehmen.

Und was leckeres zu Essen gibt es auch wieder :)

Dienstag, 23. November 2010
Beginn: 19.00 Uhr

Veranstalter/innen: Rostocker Anti-Atom Netzwerk, Hochschulgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), AG Bildungskeller

AntiAtomSonneFaust

http://www.lubmin-nixda.de/
http://www.bildungskellerhro.blogsport.de

DIENSTAG – 30.11.2010: OpenSpace & Film „Rebels with auch Cause“

Immer wieder dienstags …

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
(Meistens gibt es eine Kleinigkeit zu Essen zum Selbstkostenpreis. Kaffee, Tee und die Gesellschaft netter Leute gibt es immer…)

Ab ca. 20.00 Uhr läuft die Doku „Rebels with a Cause“ (Helen Garvy, USA 2000)

Helen Garvys mehrfach ausgezeichneter Film ist eine Chronik der Students for a Democratic Society (SDS) von den Anfängen bis zur Auflösung 1970. Zahlreiche ProtagonistInnen der Bewegung schildern in ausführlichen Interviews Weg und Entwicklung der Organisation von der Bürgerrechtsbewegung bis zur Stadtguerilla der Weathermen. Deutlich werden einerseits die Gründe für die zunehmende Popularität der Organisation und ihre schrittweise Radikalisierung. Andererseits zeigt die Dokumentation, wie FBI und CIA die AktivistInnen in die Illegalität trieben.

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion!

DIENSTAG – 07.12.2010: OpenSpace & Film „Der schweigende Stern“

Immer wieder dienstags …

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
(Meistens gibt es eine Kleinigkeit zu Essen zum Selbstkostenpreis. Kaffee, Tee und die Gesellschaft netter Leute gibt es immer…)

Ab ca. 20.00 Uhr läuft der DEFA SciFi-Film „Der schweigende Stern“ (DDR, Volksrepublik Polen 1960)

DSS

Der schweigende Stern ist der erste Science-Fiction-Film des DEFA-Studios für Spielfilme (Gruppe „Roter Kreis“) aus dem Jahr 1960, der in Co-Produktion zwischen der DDR und Polen entstand. Der Film, der nach Stanisław Lems erstem Roman „Die Astronauten“ (bzw. „Der Planet des Todes“) gedreht wurde, wurde genau zu jener Zeit realisiert, als der erste künstliche Flugkörper überhaupt im Rahmen der russischen Lunik-Mission gezielt auf der Mondoberfläche aufschlug. Der Streifen kam am 26. Februar 1960 in die Kinos der DDR. In die Lichtspielhäuser der Bundesrepublik Deutschland kam der Film am 9. September 1960 unter dem Titel Raumschiff Venus antwortet nicht. Heute ist der Film wieder unter dem Originaltitel erhältlich.

Hauptthema des Films ist die Warnung vor einer nuklearen Katastrophe, einer Gefahr, die angesichts des sich verschärfenden Kalten Krieges und der Atombombentests in den USA und der Sowjetunion in den 1950er Jahren sehr real war. Dargestellt wird es im Film am Beispiel der Bewohner des Planeten Venus, die die Erdbevölkerung mit Nuklearstrahlen ausrotten wollten, stattdessen aber durch ihre eigenen Waffen umkamen.

(Wikipedia)

DIENSTAG – 04.01.2011: OpenSpace & Film „The Weather Underground“

Dienstag, 04. Januar 2011
Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
(Meistens gibt es eine Kleinigkeit zu Essen zum Selbstkostenpreis. Kaffee, Tee und die Gesellschaft netter Leute gibt es immer…)

Ab 20.00 Uhr wird die Dokumentation „The Weather Underground“ (USA, 2002, Originalton mit deutschem Untertitel) gezeigt.

Aus dem Werbetext des Verleihs:

In den Sechziger und Siebziger Jahren war die Polarisierung der politischen Situation in den USA akut mit dem Vietnam-Krieg und den Kampf um die Bürgerrechte verbunden. Angesichts der scheinbar wirkungslosen Methoden des friedlichen Protests und Widerstands bildeten sich innerhalb der Protestbewegung militante Gruppen, unter anderem der Weather Underground.

Der Film beleuchtet Vorgeschichte und Aktivitäten des Weather Underground. Green und Siegel lassen Aktivisten und Aktivistinnen von damals sprechen und zeigen die vom FBI angewandten illegalen Methoden in der Bekämpfung der Revolte. The Weather Underground wurde 2004 für den Oscar nominiert und ist erst das zweite filmische Dokument zu der US-amerikanischen Stadtguerilla.

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

ARCHIV Protest 2011

Medienberichte 17. November 2011 (Teil II)

Rostock-heute: Bildungsstreik 2011 in Rostock
Webmoritz (Greifswald): Schüler und Studenten demonstrieren für bessere Bildung
Heuler: 250 Protestierende beim Bildungsstreik
Ostsee-Zeitung: Schüler und Studenten schwänzten für bessere Bildung [.pdf]

SDAJ: Bildungsstreik Rostock – Demo als Anstoß für mehr!

Bericht NDR-Nordmagazin

Schnappschüsse von der Demonstration am 17. November 2011

Medienberichte 17. November 2011

NDR:
700 Schüler und Studenten gegen Sparpolitik

NNN:
Andere Probleme, gemeinsame Aktion

OZ Online:
300 Studenten protestieren für bessere Bildungspolitik

Berichte in Ostsee-Zeitung und NNN

Bildungsprotest geht in eine neue Runde (NNN)
Studenten streiken für bessere Bildung (OZ)

Webtipp

Die SDAJ-Rostock hat einen Entwurf für einen Entschuldigungszettel online gestellt.

Die Proteste in den Medien

Der fzs (freier zusammenschluss von studentInnenschaften) führt einen Pressespiegel
http://www.fzs.de/show/249973.html

Ein Kurzbericht aus der OstseeZeitung ist auch schon verlinkt…

Occupy: Schlafsack, Demokratie, Repression

Ein Video der Freund/innen von Occupy-University aus Berlin.

Blog zum Bildungsstreik in Greifswald

Was unsere Nachbarn aus Greifswald so treiben könnt Ihr hier verfolgen:

http://bildungsprotestehgw.wordpress.com/

Noch eine Übersicht zum 17.11. bundesweit…

Sieht doch inzwischen recht ansehnlich aus:
http://www.bildungsstreik.net/proteste-am-17-november-2011/comment-page-1/#comment-11415

Und in Berlin (FU) gibt es ab sofort wöchentliche „Teach Ins“ (an der FU gibt es in dieser Hinsicht ja auch gewisse Traditionen…) mit kurzen Diskussionsbeiträgen zu sozialen und politischen Themen aus der Bildungsstreik- und Occupy-Bewegung im Vorraum der dortigen Mensa:

Im Endeffekt verlagern die Themen welche wir im BK diskutieren unmittelbar in die universitäre Öffentlichkeit:
Sehr schöne Idee – Nachahmung an anderen Orten stark erhofft!

Vorbereitungstreffen am 10. November

ab 19.00 Uhr im Bildungskeller

Aufruf 17.11.2011 – Rostock

Achtung: Der Auftaktort wurde geändert!
Gedruckte Exemplare des Aufrufs könnt Ihr Euch beim AStA oder im Bildungskeller abholen.

Vorschau:

Druckvorlage:
Vorderseite
Rückseite

Übersicht

Eine Übersicht über die Aktivitäten im Rahmen des Bildungsstreik für Solidarität und freie Bildung am 17.11.2011 und aller anderen Aktivitäten im Kontext der Global Weeks of Action for Education (07.-20.11.2011) findet Ihr auf der Webseite des International Student Movement (ISM):

http://ism-global.net/germany_education_strike_nov17

ISM

Bericht vom Bildungsstreikvorbereitungstreffen am 24.10. 2011 im Peter-Weiß-Haus

Nachdem beim letzten Mal beschlossen wurde, dass am 17. November in Rostock
demonstriert und anschließend diskutiert werden soll, wurde bei diesem
Treffen das Motto für Frontbanner und Flyer festgelegt.

Rostock übernimmt den bundesweiten Aufruf: Für Solidarität und Freie Bildung!
Ergänzt wird das Motto um je eine Forderung der SchülerInnen (Eine Schule für Alle!),
der Azubis (Übernahme!) und der Studis (Mehr Lehrpersonal!).
Gemeinsam fordern alle außerdem, dass die Militarisierung von Bildungseinrichtungen gestoppt werden muss.

Konkret wurde es auch bei der Demoplanung: Beginn ist um 11 Uhr auf dem Neuen Markt. Die SchülerInnen sollen möglichst über einen Sternmarsch aus den Schulen geholt werden.

Ob die SchülerInnen in der kurzen Zeit noch ausreichend über ihre Rechte für die Demo den Unterricht zu verlassen informiert werden können und zur Teilnahme mobilisiert werden können wurde kontrovers diskutiert. Besonders problematisch ist der frühe Beginn für die Auszubildenden, die auf alle Fälle mit finanziellen Einbußen zu rechnen haben, wenn sie streiken.

Für die anschließende Versammlung wurde entegegen der Überlegung letztesmal nun doch das Audimax favorisiert. Die Größe und Ausstattung aber auch die technische Möglichkeit per Livestream die Proteste bundesweit zu zeigen sprechen für das Audimax. Als Bezeichnung wurde „Bildungsvollversammlung“ gewählt.

2. Vorbereitungstreffen für Jugend- und Bildungsproteste 2011

Montag, 24. Oktober 2011
ab 19.00 Uhr
im Peter-Weiss-Haus (Doberaner Straße 21)

Das Treffen ist offen für alle an einer Zusammenarbeit zur Organisierung der Jugend- und Bildungsproteste interessierten Schüler/innen, Studis, Azubis, junge Erwerbstätige, junge Erwerbslose…
Jede/r ist willkommen & jede/r wird gebraucht – Gemeinsam sind wir stark!

Inhaltliche Grundlage der Zusammenarbeit im Bündnis ist der bundesweite Aufruf zum Jugend- und Bildungsprotest 2011:
Proteste für Solidarität und freie Bildung

Mailinglisten:
Es gibt eine öffentliche Mailingliste über welche selektiv nur die wichtigsten Informationen zu den Aktionen, Einladungen zu den Treffen etc. versendet werden. Zudem gibt es eine interne Diskussionsmailingliste für alle aktiv an den Treffen und Aktionen Beteiligten: Hier könnt Ihr inhaltliche und organisatorische Themen diskutieren, planen etc.

Eintragswünsche bitte per Email an:
bildungskeller@systemausfall.org

Logo

Bericht vom ersten Vorbereitungstreffen (17. Oktober) für Jugend- und Bildungsproteste 2011

Nach einem bundesweiten Arbeitstreffen wurde im Juli 2011 von Schüler/innen, Studis und Auszubildenden beschlossen, den 17. November 2011 im Zusammenhang mit den „Global Weeks of Action“ (7.-20. November) gegen Bildungsprivatisierung und den weltweiten Jugend- und Sozialprotesten zu einem bundesweiten Protest- und Streiktag zu machen:

Die Hochschulgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte für den 17. Oktober zu einem ersten Vernetzungs- und Austauschtreffen für den Bildungsprotest 2011 eingeladen. Ziel des Treffens war es, interessierte Gruppen und Einzelpersonen zusammen zu bringen und herauszufinden ob es bereits Ideen für Proteste in Rostock gibt und ob und wie diese gemeinsam umgesetzt werden können. Zusammen mit einer kritischen Analyse der letzten Proteste 2009 war die Einladung von der GEW-Hochschulgruppe über den damals angelegten Verteiler des Bildungsprotest Rostock gesendet worden.

Der Einladung gefolgt sind zwischen 30 und 40 Interessierte, überwiegend StudentInnen (die auch den größten Teil im Verteiler stellen), wenige SchülerInnen, und einige Auszubildende. Die meisten waren schon bei den Bildungsprotesten 2009 beteiligt, kaum jemand ist nicht Mitglied einer Organisation. Neben Jusos, Grüner Hochschulgruppe, Piraten HG, Rebell, SDAJ, Solid und SAV waren auch AStA-Mitglieder dabei und SDS und Solid Mitglieder aus Greifswald.

Bisher liefen für den Bildungsprotest 2011 in keiner der Gruppen konkrete Vorbereitungen. An den Schulen scheint noch so gut wie nichts über den Aufruf und den Aktionstag am 17. November bekannt zu sein. Die Diskussion drehte sich zuerst schwerpunktmäßig um die Frage zentral oder dezentrale Aktion(en) und darum, welche Form diese Aktionen haben könnten. Während man sich bei ersterem noch relativ schnell einig werden konnte (In Rostock soll es auf jeden Fall eine Aktion geben, für die anderen Städte können wir das nicht entscheiden, sie sind aber herzlich eingeladen sich in Rostock zu beteiligen) war die Frage der Form umstrittener. Angesichts der kurzen Vorbereitungszeit, stellte sich die Frage ob der 17. November mehr als „Startschuss“ oder als „Höhepunkt“ eines Protests betrachtet werden sollte. Damit verbunden war auch die Überlegung, in wie weit inhaltliche Arbeit vor dem 17. November überhaupt sinnvoll ist, da es beispielsweise auf Grund der Schulferien kaum gelingen wird vor dem Aktionstag noch mehr SchülerInnen zu erreichen.

Ein Ergebnis dieser Überlegungen, war die Forderung nach einer gemeinsamen Vollversammlung für Studierende, SchülerInnen und Auszubildende, einer „Jugendvollversammlung“. Hier könnte in einem wesentlich größeren Rahmen eine Verständigung über Inhalte und weiteres Vorgehen stattfinden. Bis dahin und als Grundlage der Mobilisierung wurde der Aufruf des bundesweiten Bildungsprotests bestimmt. Als Aktionsform für den 17. November wurde eine (kurze) Demo gewählt. Kreative Aktionen wie Flashmobs sollen als Mobilisierungsmöglichkeit aber auch während der Demo zum Einsatz kommen. Ende der Demo bildet eine Versammlung, als Plattform für neue Ideen, inhaltlichen Austausch und Planung weiterreichender Aktionen.

Bildungsstreik 2011: ANALYSE, KRITIK, HANDLUNG

Wir dokumentieren im Folgenden einen Text der GEW-Hochschulgruppe zur Vorbereitung des Bildungsstreiks 2011: Occupy Universität, Schule & Betrieb


______________________________________________

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

auf einem bundesweiten Arbeitstreffen wurde im Juli 2011 von Schüler/innen, Studis und Auszubildenden beschlossen, den 17. November 2011 im Zusammenhang mit den „Global Weeks of Action“ (7.-20. November) gegen Bildungsprivatisierung und den weltweiten Jugend- und Sozialprotesten in zahlreichen Staaten zu einem bundesweiten Protest- und Streiktag zu machen:
Der nächste Bildungsstreik bahnt sich an!

Ein erstes Diskussions- und Austauschtreffen in Rostock findet am Montag den 17. Oktober ab 19.00 Uhr im Bildungskeller statt (Haus 3 Ulmenstr. 69).


bundesweiter Aufruf zum Bildungsstreik 2011:
http://www.bildungsstreik.net/aufruf-zum-bildungsstreik-fur-solidaritat-und- freie-bildung/

Informationen zur internationalen „Global Week of Action“:
http://www.emancipating-education-for-all.org/coordinations_november2011

Proteste dieser Art ereignen sich meist spontan und entwickeln schnell eine Eigendynamik. Oft sind es Erstsemester, welche bereits zu Schulzeiten Erfahrungen mit Schüler/innenstreiks gemacht haben, die ihre Unzufriedenheit mit den Bedingungen, mit denen sie an der Uni konfrontiert werden, in Protesten Ausdruck verleihen. Die Spontanität und Kreativität solcher Bewegungen ist zweifelsohne attraktiv, wirft aber auch Probleme auf:
fehlende Nachhaltigkeit, politische Leere , elitäre Ausrichtung.

Der kommende Bildungsstreik ist – auch in Rostock – nicht der erste und er wird auch nicht der letzte sein. Ein Großteil der Mitglieder der Hochschulgruppe Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) war selbst an den letzten Bildungstreiks beteiligt. Zu kommenden Protesten wollen wir unseren Teil beitragen indem wir Infrastruktur gestalten und bereit stellen (Stichwort: Bildungskeller!) und indem wir die Erfahrungen, welche wir während der vergangenen Proteste sammeln konnten, zur Diskussion stellen. Im Folgenden formuliert die GEW-Hochschulgruppe welche Inhalte sie in den Protest trägt und macht Vorschläge, wie ein erfolgreiches praktisches Handeln aussehen könnte.

Wir sind nicht die Ersten: Student/innenenproteste verlaufen in Wellenbewegungen. Manche schlagen besonders hoch und zeitigen größere gesellschaftliche Erfolge (1968, 1988), an andere erinnert sich kaum einer mehr (1997, 2005). Auch die Akteure, welche die Proteste zur jeweiligen Zeit tragen, beteiligen sich ein oder zwei Mal daran, danach drängt eine neue Protestgeneration auf die Straßen. Die erste Erkenntnis, welche eine neue Bewegung zu reflektieren hätte, wäre also zunächst ihre eigene Geschichte. Nur so ist es möglich, die Fehler, welche alle drei Jahre wiederholt werden, zu umgehen und sich obendrein eine Menge Frustration zu ersparen.
Deshalb nachfolgend eine kurze Einschätzung und Kritik des vergangenen Bildungsstreiks, welche dazu dienen soll, zu erwartende Entwicklungen zu erkennen und in unserem Sinne zu beeinflussen.

Rostock 2009: Von Wien ausgehend breitete sich vor zwei Jahren eine Protestbewegung über die gesamte BRD, über die Schweiz, Österreich und andere europäische Länder aus. Auch in Rostock wurde der Protest aufgegriffen. Die Unzufriedenheit mit verschiedenen Bedingungen an der Universität trieb gut tausend Studierende verschiedenster Fächer dazu, ihren Unmut im Audimax während einer ersten Vollversammlung kundzutun. In der Folge entwickelte sich das Audimax zum öffentlichen Raum – Es wurde diskutiert, Plakate wurden gestaltet und es wurde gemeinsam gekocht, in Folgeveranstaltungen wurden die aufgeworfenen Probleme weiter besprochen und heiß über das praktische Vorgehen diskutiert. Es gab kreative Aktionen, die bestehenden Gremien wurden aufgemischt und schließlich fand eine große Demonstration im Winter statt. Diese Bewegung, welche während der Semesterferien stagnierte (auch das typisch für Student/innenproteste) und im Sommersemester, nach einer schon wesentlich kleineren Demo verebbte, hatte aus unserer Sicht viele positive Aspekte:

Politisierung: Viele Studentinnen und Studenten haben sich während dieser Proteste politisiert. Die Erfahrung von Selbstorganisation, ausdauernden Diskussionen, das Kennenlernen politischer Positionen und nicht zuletzt eine gemeinsam gelebte Protestkultur bildeten für viele einen markanten Abschnitt ihrer politischen Sozialisation. Die Erfahrung, selbst aktiv tätig zu werden und den scheinbar naturgegebenen Uniablauf zu durchbrechen, ist unbezahlbar und unwiderruflich.

Kooperation: Und zwar mit Schülerinnen und Schülern, welche zahlenmäßig die überwiegende Mehrheit der Demoteilnehmer/innen bildete. Hier gibt es einiges zu kritisieren – Es ist jedoch zumindest bemerkenswert, das Schüler/innen und Studenten/innen gemeinsam geplant und demonstriert und sich als Einheit begriffen haben.

Bildungskeller: Als handfeste Errungenschaft der vergangenen Proteste darf der BK gelten. Als studentischer Raum ist er nach wie vor Selbstorganisation und kritischer Bildung verpflichtet und sollte vor allem dazu dienen, eine Plattform für einen kontinuierlichen Bildungsstreik zu bieten.

Aus unserer Sicht ist aber auch einiges zu kritisieren:

Elitäre Enge: Obwohl die Student/innen insgesamt eine Minderheit darstellten, beanspruchten sie das mediale Interesse mit ungeheurem Selbstbewusstsein für sich und ihre ausschließlich auf die Universität bezogenen Forderungen. Hatten die Schüler/innen und in Rostock zu einem ganz kleinen Teil auch die Auszubildenden (!!!), wenn auch diffus, noch einer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen versucht, die über neue Stühle und mehr Lehrpersonal hinausging, schränkten die Studis den Protest ein, drehten ihm so die Luft ab und verhinderten eine weiter ausgreifende gesellschaftliche Bewegung, deren Motto z.B. JUGEND WILL ZUKUNFT hätte lauten können. Für kommende Proteste muss gelten: Student/innen sind eine Minderheit, und zwar eine privilegierte. Ihre Probleme sind ernstzunehmen und bieten Grund zum Protest, aber sie müssen auch ihre Rolle innerhalb einer über die Uni hinausgehenden Protestbewegung kritisch zu reflektieren imstande sein.

Aktionismus: Solange die Demo geplant wurde oder „kreative Protestaktionen“ wie das „Zugrabetragen der Bildung“ (zum x-ten Mal) stattfanden, war sich das Bündnis in Rostock meist einig: Man hatte Organisationsarbeit zu leisten und war beschäftigt. Inhaltliche Fragen konnten so ausgeblendet werden und wurden zum Teil mit einer apolitischen Abwehrhaltung regelrecht verhindert. Wurden Diskussionen über politische Inhalte oder Strategien geführt oder Reflexionen über das eigene Vorgehen angestellt, wurde deutlich, dass das Bündnis keineswegs so homogen war, wie es sich gern nach außen darstellte.

Rostock – Mittelpunkt der Welt? So kam es einem manchmal vor, wenn der Hinweis darauf, dass es eine bundesweite bzw. internationale Protestbewegung gibt, die zum Teil schon etwas weiter war als wir, mit der Aussgae abgetan wurde: „Wir müssen das ja hier in Rostock nicht genauso machen“. Die provinzielle Lage der Stadt erklärt einiges, aber die politische Abschottung ist keine Naturgesetzlichkeit. Mit Blick auf die verfügbaren technischen Möglichkeiten und die veränderte Rolle moderner Medien bei der internationalen Vernetzung von Protesten beispielsweise ist festzustellen, dass es in der Hand der Akteure liegt, diese zu nutzen und die teilweise selbstverschuldete Insellage der Stadt zugunsten einer Anbindung an eine mögliche bundesweite und internationale Strömung zu überwinden.

Wir sind nicht alleine!

Für einen erfolgreichen Protest vertritt die GEW-Hochschulgruppe folgende inhaltliche Standpunkte:

- Es gibt gute Gründe, an der Uni zu protestieren: Zu wenig Lehrkräfte, miserable Bachelor-/Masterkonzeption inklusive hohem Zeitdruck, zu wenig Masterplätze…Aus originär gewerkschaftlicher Perspektive weist die GEW-Hochschulgruppe aber auch auf die sozialen Themen hin: Benachteiligung Studierender aus Arbeiterelternhäusern, schlechte Bezahlung der wissenschaftlichen Hilfskräfte, Privatisierung im Bildungssystem. Wir fordern außerdem eine radikale Demokratisierung der Uni sowie die Förderung kritischer Wissenschaft abseits den universitären Mainstreams.

- Wir vertreten eine gesamtgesellschaftliche Perspektive. Die Probleme an den Unis sind strukturell verankert in der Gesellschaft und weder abgetrennt von ihr zu verstehen noch zu lösen. Wir wollen, dass Student/innen, Schüler/innen, Auszubildende und überhaupt alle Jugendlichen sich als eine Einheit begreifen, die eine lebenswerte Zukunft fordern: Jede/r mit seinen und ihren spezifischen Problemen, aber alle gemeinsam unter der Parole JUGEND WILL ZUKUNFT. Darüberhinaus solidarisieren wir uns mit allen sozialen Bewegungen, an die – will ein Protest erfolgreich sein – anzuknüpfen gilt: von der Mieter/innenbewegung über die Antikriegsproteste bis hin zur Montagsdemonstration.

- Wir sind nicht die einzigen, die derzeit aufstehen und anfangen, uns auch auf der Straße politisch zu artikulieren. In Chile finden aktuell Massendemonstrationen von Schüler/innen und Student/innen statt, die von breiten Teilen der Bevölkerung unterstützt werden und die sich brutaler Repression ausgesetzt sehen, welche bereits ein Todesopfer forderte: einen 14-jährigen Schüler. In Griechenland halten die Proteste gegen die gnadenlose Umverteilung an, in Spanien sprechen die Empörten der Regierung die demokratische Legitimation ab und fordern Gehör, im Nahen Osten wurden reihenweise Regime gestürzt und jüngst werden selbst in den USA Parlamente und Brücken besetzt.

Die jeweiligen Bevölkerungsmehrheiten nehmen jahrelange Entmündigung, Ausbeutung und den Raub ihrer Lebensperspektiven nicht mehr hin. Es sind überall vor Allem junge Leute, welche die gleichen Fragen haben wie wir: Warum soll gute Ausbildung ein Privileg der Reichen sein? Wartet nach unserer Ausbildung die Zukunft im Niedriglohnsektor? Muss man jeden Job zu allen Bedingungen annehmen? Wieso zahlen 99 Prozent für die Krise und ein Prozent macht Gewinne?
Wenn es ein lokaler Protest nicht schafft, sich positiv auf diese Bewegungen zu beziehen und sich als Teil derselben zu verstehen, ist er von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Erste Schritte.

Vollversammlung: Als einen allerersten, ganz praktischen Schritt fordert die GEW-Hochschulgruppe eine offizielle Vollversammlung an der Universität Rostock. Was an anderen Unis eine Selbstverständlichkeit ist, bildet hier die absolute Ausnahme: Dass die Chance gegeben wird, dass sich eine repräsentative Mehrheit der Student/innenschaft offen und demokratisch zu aktuellen Problemen äußern kann. Was ist dazu ein einleuchtenderer Anlass als bundesweite Bildungsproteste? Hier wird dann auch schnell deutlich, ob es genug Leute gibt, die willens sind, einen Protest zu tragen. Ganz im Sinne unserer Forderung nach Demokratisierung soll innerhalb einer Vollversammlung jeder die Möglichkeit haben, seinen Standpunkt darzustellen und zu diskutieren – Kontroversen, Meinungsverschiedenheiten und politische Auseinandersetzungen inklusive. Die Vollversammlung sollte offen für Nichtstudent/innen sein.

Unterstützung des bundesweiten Aufrufs: Wir sollten uns in Rostock auf eine Unterstützung des bundesweiten Aufrufs und eine Mitarbeit in den bundesweiten Strukturen des Bildungsstreiks verständigen. Ein isoliertes Vorgehen ist abzulehnen.

BS2011