BILDUNGSKELLER – selbstorganisierter studentischer Raum
für Basisinitiativen und kritische Bildung an der Universität Rostock

Ausgehend von einer Besetzungsaktion an der Universität Wien haben im November 2009 im Rahmen einer internationalen Aktionswoche unter dem Motto „Education is NOT for $A£€“ Bildungsproteste auf die BRD übergegriffen.

Auch an der Universität Rostock sind die Dinge in Bewegung geraten: Alternativ zu bestehenden studentischen Gremien hat sich eine Bewegung herausgebildet, welche basisdemokratisch und selbstorganisiert ihren Protest formuliert. Die Bewegung versucht sich an der Lösung konkreter Probleme an der Universität Rostock genauso wie an der Veränderung allgemeiner Rahmenbedingungen des Bildungssystems.

Die AG Bildungskeller ist aus den ersten Plena der Protestbewegung hervorgegangen mit dem Ziel, den Bildungsprotest auf lange Sicht an der Universität Rostock zu etablieren. Um die beschlossenen Forderungen zu präzisieren und durchzusetzen, werden langfristige Strategien erarbeitet werden müssen. Ein nachhaltiger Bewusstseins- und Bildungprozess wird genauso nötig sein, wie die fortwährende Ausübung von Druck auf Bürokratie und Gremien, um selbstgesteckte Ziele zu erreichen.

Wir haben nach Verhandlungen mit dem Rektor der Universität dankenswerterweise unbürokratisch einen Raum zur Verfügung gestellt bekommen. Diesen Raum wollen wir, ausgehend von der Idee eines Bildungsstreikbüros und -veranstaltungsraums, als Manifestation der Proteste, als ständigen, selbstorganisierten studentischen Raum – Bildungskeller – betreiben:

1. Im Bildungskeller sollen die im Protest entstandenen Arbeitsgruppen die Möglichkeiten finden, dauerhaft zu arbeiten. Außerdem soll der Bildungskeller für Veranstaltungen, Diskussionen (z.B. auch mit Dozent/innen) sowie für studentische Initiativen, Vereine und Hochschulgruppen, die im Sinne von basisinitiative und kritischer Bildung arbeiten, offenstehen.

2. Fachschaftsräte sollen den Bildungskeller für Veranstaltungen und ihre Sitzungen nutzen können.

3. Ausgeschlossen sind rassistische, antisemitische, sexistische, homophobe und fremdenfeindliche Nutzungen der Räumlichkeiten.

4. Das Programm soll basisdemokratisch, transparent und unbürokratisch erstellt werden die studentische Selbstorganisation im Sinne der unabhängigen Protestbewegung steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen.

5. Die vom Protestplenum eingesetzte Arbeitsgruppe (AG Bildungskeller) organisiert die Nutzung der Räumlichkeiten, fungiert gegenüber dem AStA und der Universitätsleitung als Ansprechpartnerin.

Der Bildungskeller soll nicht nur Ausgangspunkt für einen lange währenden und erfolgreichen Bildungsprotest werden, sondern auch Raum bieten für kulturell und politisch engagierte Studierende um sich kennenzulernen, auszuprobieren und gemeinsam Projekte zu realisieren. Diese Prozesse des Engagenements und der Selbstorganisation sind Grundelemente einer kritischen Bildung.

Kontakt für Anfragen bezüglich Raumnutzung, Mitarbeit, Anregungen etc.:

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Email: bildungskeller(at)systemausfall.org

Die AG Bildungskeller versendet gemeinsam mit der GEW-Hochschulgruppe einen wöchentlichen Newsletter per Email.
Der Newsletter informiert u.a. über die aktuellen Veranstaltungen im Bildungskeller.
Zum Eintragen bitte eine kurze Nachricht senden.
Per Formular oder direkt: bildungskeller(at)systemausfall.org

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