Archiv für Dezember 2011

DIENSTAG, 3. Januar 2012

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

- ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zu Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, eine Infothek mit aktuellen politischen Broschüren und Flyern sowie einen Kickertisch…

- ab 20.00 Uhr Film- & Diskussionsveranstaltung

Mai 1968 – Frankreich

Wir zeigen den Dokumentarfilm
Mai 68 (Regie: Gudie Lawaetz, Frankreich 1974)
Filmsprache: Französisch (Untertitel: Deutsch)

Im November 1967 begannen Student/innen der Universitäten in Nanterre und Lyon, sich gegen die unerträglichen Studienbedingungen zu wenden, wenig später besetzten die „Enragés“ (die Wütenden) die studentischen Wohnheime. Als französische Regisseure gegen die Absetzung Henri Langlois als Leiter der Cinémathèque française demonstrieren – unter ihnen: Francois Truff aut, Jean-Paul Sartre und Jean-Luc Godard – prügelten die Einsatzhundertschaften auf die 5.000 Demonstrant/innen und Frankreichs intellektuelle Elite ein. Im März 68 griff en die Unruhen auch auf die Fabriken über. Wilde Streiks in den Garnier-Werke, spontane Betriebsversammlungen bei Citroen und Renault. Im Pariser Quartier Latin kam es zu stundenlangen Straßenschlachten mit der Polizei. Bei den Auseinandersetzungen wurden 800 Demonstrant/innen zum Teil schwer verletzt, fast Tausend festgenommen. Als die Arbeiter/innen in Generalstreik treten, flüchtet De Gaulle aus Paris…

Der Film erzählt die Geschichte dieses in Deutschland vergessenen französischen Aufstands von Student/innen, Jugendlichen, Arbeiter/innen, Intellektuellen und Unzufriedenen im Mai 1968. Der Film von Gudie Lawaetz gilt als einer der wichtigsten zu diesem epochalen Ereignis.

Wir wünschen frohe Festtage!

Das Bild zeigt einen Streikposten in Antwerpen.
In Belgien streiken seit zwei Tagen landesweit die Arbeiterinnen und Arbeiter des Öffentlichen Dienstes gegen das Vorhaben der Regierung unter dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Di Rupo, das Eintrittsalter für den vorgezogenenen Ruhestand auf 62 Jahre zu erhöhen.

Siehe:
Ein Land steht still

Impressionen 3WWW2

Seit Anfang Dezember stellt im Bildungskeller die Ausstellung „Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ ein in Europa weitgehend unbekanntes oder verdrängtes Kapitel der Geschichte zur Diskussion.
Vom 22. Dezember 2011 bis zum 1. Januar 2012 sind der Bildungskeller und die Ausstellung geschlossen. In der ersten Woche des Jahres 2012 besteht dann nochmals die Möglichkeit die Ausstellung zu besuchen:

2.-6. Januar 2012
jeweils von 12.00 – 18.00 Uhr





Montag, 19. Dezember 2011

Am Montag, den 19. Dezember 2011 besteht ab 20.00 Uhr im Rahmen einer Sonderveranstaltung die Möglichkeit, das zur Ausstellung gehörige Audio- und Film-Material zu sichten und zu diskutieren.

Vorgeführt werden verschiedene Interviews mit Zeitzeug/innen und der Kurzfilm „Der Freund aus den Kolonien“ des algerischen Regisseurs Rachid Bouchareb von 2004, in dem das Kolonialmassaker von Thiaroye thematisiert wird.

DIENSTAG, 20. Dezember 2011

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

- ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zu Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, eine Infothek mit aktuellen politischen Broschüren und Flyern sowie einen Kickertisch…

- ab 20.00 Uhr Film- & Diskussionsveranstaltung
Zwischen Wahnsinn und Kunst

Wir zeigen den Dokuemtarfilm
Zwischen Wahnsinn und Kunst – Die Sammlung Prinzhorn
Regie: Christian Beetz, BRD 2007

Die Sammlung Prinzhorn der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg beherbergt über 5000 Gemälde, Collagen, Skulpturen, Texte und Kunstwerke aus Textilien, die zwischen 1880 und 1920 entstanden sind. Angefertigt wurden die Werke von 450 Menschen, die wegen diagnostizierten psychologischen Erkrankungen in „Irrenhäuser“ eingewiesen worden waren.

Der Film ist sowohl medizingeschichtlich, kunsthistorisch als auch politisch bedeutsam.
Er zeigt ausgewählte Werke und erläutert die Geschichte der Psychiatrie in Deutschland.
Werke wie das von Wilhelm Müller :

Achtundvierzigmal zeichnete Wilhelm Müller den Blick aus seinem Anstaltszimmerfenster auf den Domjüch-See. Immer wieder beschreibt er dabei Atmosphäre, Luft, Farben und Klima. Der Eintönigkeit und Zeitlosigkeit des Anstaltslebens setzt er die permanente Veränderung der Außenwelt entgegen. Malmittel und -gestus passt er dabei seinen unterschiedlichen Empfindungen an. So können seine Landschaftsdarstellungen als visuelles Tagesbuch verstanden werden. Man steht mit ihm am Fenster und blickt hinaus auf die Seelandschaft, in die Unendlichkeit des Verweilens. Das Leben findet draußen statt.
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