Unsere Opfer zählen nicht – Die 3. Welt im 2. Weltkrieg

Ausstellung im Bildungskeller
5. – 21. Dezember 2011

Vom 5. – 21. Dezember widmet sich im Bildungskeller die Ausstellung „Unsere Opfer zählen nicht“ einem in Europa weitgehend unbekannten oder verdrängten Kapitel der Geschichte:
der „Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg“.

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Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Hunderttausende Frauen waren Opfer sexueller Gewalt. Rekruten aus den Kolonien mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre «weißen Kameraden» zufrieden geben.

Weite Teile der Dritten Welt – von der lateinamerikanischen Küste, West-, Nord- und Ostafrika über den Nahen Osten und Indien bis nach Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück. Bei der Befreiung der philippinischen Hauptstadt Manila von den japanischen Besatzern starben mehr Zivilisten als in Berlin, Dresden oder Köln. Aus ihren Kolonien bezogen die kriegführenden Mächte zudem Nahrungsmittel für die kämpfenden Truppen und Rohstoffe für die Rüstungsproduktion. Oft musste die einheimische Bevölkerung deshalb Hunger leiden.
In der Dritten Welt gab es allerdings nicht nur Opfer, sondern auch Kollaborateure der faschistischen Achsenmächte, die an deren Seite kämpften – von Nordafrika und Palästina über den Irak und Indien bis nach Thailand und Indonesien.

Öffnungszeiten:
5.12. – 21.12.2011
Montag – Freitag
jeweils von 12.00 – 18.00 Uhr

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Informationen zum Projekt:
http://www.3www2.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Dritte_Welt_im_Zweiten_Weltkrieg

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