Archiv für November 2011

DIENSTAG, 06. Dezember 2011

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

- ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zu Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis.
Außerdem die Gesellschaft netter Leute, eine Infothek mit aktuellen politischen Broschüren und Flyern sowie einen Kickertisch…

- ab 20.00 Uhr Diskussionsveranstaltung
Umkämpfte Erinnerung. Der Zweite Weltkrieg in Geschichte und Gegenwart Israels und Palästinas

Der Zweite Weltkrieg hat die Länder der kolonisierten Welt nicht minder verwüstet als Europa. Obwohl das britische Palästina nicht Kriegsschauplatz wurde, stellten sich den Menschen dort Fragen nach Unterstützung der Alliierten, antikolonialem Widerstand oder Kollaboration mit den faschistischen Mächten. Bis in die Gegenwart prägen sie öffentliche Debatte, nationales Bewußtsein und historisches Erinnern in Israel und Palästina. Zugleich will der Vortrag jedoch auch den europäischen Blick auf das Erbe des Zweiten Weltkrieges im Nahen Osten hinterfragen und geschichtspolitische und postkoloniale Diskurse in Deutschland thematisieren.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Unsere Opfer zählen nicht – Die 3. Welt im 2. Weltkrieg, welche vom 5. – 21. Dezember 2011 im Bildungskeller gezeigt wird.
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Unsere Opfer zählen nicht – Die 3. Welt im 2. Weltkrieg

Ausstellung im Bildungskeller
5. – 21. Dezember 2011

Vom 5. – 21. Dezember widmet sich im Bildungskeller die Ausstellung „Unsere Opfer zählen nicht“ einem in Europa weitgehend unbekannten oder verdrängten Kapitel der Geschichte:
der „Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg“.

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Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Hunderttausende Frauen waren Opfer sexueller Gewalt. Rekruten aus den Kolonien mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre «weißen Kameraden» zufrieden geben.

Weite Teile der Dritten Welt – von der lateinamerikanischen Küste, West-, Nord- und Ostafrika über den Nahen Osten und Indien bis nach Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück. Bei der Befreiung der philippinischen Hauptstadt Manila von den japanischen Besatzern starben mehr Zivilisten als in Berlin, Dresden oder Köln. Aus ihren Kolonien bezogen die kriegführenden Mächte zudem Nahrungsmittel für die kämpfenden Truppen und Rohstoffe für die Rüstungsproduktion. Oft musste die einheimische Bevölkerung deshalb Hunger leiden.
In der Dritten Welt gab es allerdings nicht nur Opfer, sondern auch Kollaborateure der faschistischen Achsenmächte, die an deren Seite kämpften – von Nordafrika und Palästina über den Irak und Indien bis nach Thailand und Indonesien.

Öffnungszeiten:
5.12. – 21.12.2011
Montag – Freitag
jeweils von 12.00 – 18.00 Uhr

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Informationen zum Projekt:
http://www.3www2.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Dritte_Welt_im_Zweiten_Weltkrieg

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DIENSTAG, 29. November 2011

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

- ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zu Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, eine Infothek mit aktuellen politischen Broschüren und Flyern sowie einen Kickertisch…

- ab 20.00 Uhr Film- & Diskussionsveranstaltung zur Protestbewegung gegen Stuttgart 21

Wir zeigen den Dokumentarfilm Stuttgart steht auf – Porträt einer neuen Demokratiebewegung
Regie: Hermann G. Abmayr, BRD 2010.

Aus einer kleinen Gruppe aktiver Stuttgart-21-Gegner/innen, die im Herbst 2009 mit Montagsdemonstrationen vor dem Hauptbahnhof begannen, ist im Sommer 2010 eine Massenbewegung geworden, die alle Schichten und Altersgruppen der Stadt erfasst hat und weit über die schwäbische Metropole ausstrahlt. Der Streit um das größte Infrastrukturprojekt Europas wurde zum Präzedenzfall: Die Protestbewegung stelle die „Legitimität parlamentarischer Entscheidungen“ in Frage und riskiere eine „Selbstlähmung“ des „Technologiestandorts Deutschland“ lautet der Vorwurf an die „Wutbürger“. Doch denen geht es um mehr als den Schutz alter Bäume und den Erhalt eines Kopfbahnhofs: Für sie wurde Stuttgart-21 angesichts der immer offensichtlicher werdenden Fehler und Vertuschungsversuche bei der Projektplanung zum Symbol für die Verschleuderung von Steuergeldern und die Ignoranz der Mächtigen.

„Ich wollte den Charakter der Demokratiebewegung darstellen“, erklärt Abmayr, der in seiner 30 minütigen Dokumentation die Proteste in den Herbstwochen 2010 begleitete.
Die Realisierung der Dokumentation wurde durch den BUND e.V. ermöglicht.

Trailer zum Film:

Video zur Demo vom 17. November 2011

Weitere Infos findet Ihr auf unserer Unterseite zum
Protest 2011.

DIENSTAG, 22. November 2011

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

- ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zu Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, eine Infothek mit aktuellen politischen Broschüren und Flyern sowie einen Kickertisch…

- ab 20.00 Uhr Diskussionsveranstaltung:
Gewerkschaftsbewegung in Indien

So pluralistisch und heterogen wie die Gesellschaft der „größten Demokratie der Erde“ gestaltet sich auch die dortige Gewerkschaftslandschaft: Vom sozialistischen Dachverband bis zur hindunationalistischen Riksha-Fahrer-Gewerkschaft prägen zahllose Akteure auf unterschiedlichen Ebenen und entlang unterschiedlicher Konfliktlinien die indischen Arbeitskämpfe. Mit Hilfe eines Einführungsreferats, ergänzt um einem filmischen Eindruck vom Streik bei Maruti Suzuki 2011, wollen wir uns diese Vielfalt genauer ansehen und uns auch mit den Problemen auseinandersetzen, vor denen alle Gewerkschaften gleichermaßen stehen: Wie kann man „die im Schatten“, die Arbeiter des riesigen informellen Sektors, erreichen und welche Handlungsspielräume hat eine nationale Interessenvertretung in einer zunehmend globalen Wirtschaft noch?

Streik!