Archiv für Juni 2011

DIENSTAG, 5. Juli 2011: „Brigadistas“

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt leckeres Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, die Infothek mit Broschüren und Flyern und einen Kickertisch…

Ab 20.00 Uhr zeigen wir den Dokumentarfilm BRIGADISTAS von Daniel Burkholz (BRD, 2007).

Brigadistas

„Brigadistas“ erzählt die Geschichte der letzten noch lebenden Mitglieder der Internationalen Brigaden, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben. 70 Jahre danach machen sie sich noch einmal auf den Weg und kehren nach Spanien zurück. Diese Reise ist für viele von ihnen die letzte und die Brigadistas wissen das. Sie berichten über das Erlebte und wollen ihre Ideen und Ideale weitergeben. Der Film ist ein ein bewegendes Portrait dieser Menschen.

    Trailer:

Ein Pressespiegel und viele Hintergrundinformationen zur Entstehung des Films können auf der Internetseite des Verleihs zum Film eingesehen werden.

Der Film wird durch einen Beitrag eines Mitgliedes der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) eingeleitet und im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Veranstalter: VVN-BdA, AG Bildungskeller, GEW-Hochschulgruppe

DIENSTAG, 28. Juni 2011: „Schöner Neuer Mensch“

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt leckeres Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, die Infothek mit Broschüren und Flyern und einen Kickertisch…

Ab 20.00 Uhr gibt es den Vortrag und die Präsentation „Schöner Neuer Mensch – Utopien im deutschen Faschismus und in der frühen Sowjetunion im Vergleich“.

Fast zeitgleich entstanden in den 20er und 30er Jahren im Deutschen Reich und in der jungen revolutionären Sowjetunion radikale Konzepte zur Umgestaltung der menschlichen Gesellschaft, des menschlichen Lebens und nicht zuletzt des menschlichen Körpers. Während die Nazis vom kriegerischen und hörigen Germanenmenschen träumten, formten sich in der Sowjetunion heterogenere Vorstellungen vom Menschen: Die Spanne reicht vom „Nerven-Muskel-Automaten“ bis hin zum kosmischen Lichtwesen, welches mittels Elektronenentladungen kommuniziert. Inspiriert durch z.T. ähnliche wissenschaftliche Erkenntnisse wurden in beiden Ländern Utopien kreiert, die sich in einigen Merkmalen durchaus ähneln, inhaltlich jedoch oft diametral gegensätzlich sind. Auf der Grundlage von Manifesten, Zeitungsartikeln und auch Science-Fiction-Literatur der Zeit referieren zwei Kollegen der Geschichtswissenschaft in lockerer Runde. Stoff für Diskussionen ist sicherlich reichlich vorhanden, und an utopischen Kuriositäten wird es auch nicht mangeln.

Veranstalter: AG Bildungskeller, GEW-Hochschulgruppe

DIENSTAG, 21. Juni 2011: Panteón Militar – Kreuzzug gegen die Subversion

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt leckeres Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, die Infothek mit Broschüren und Flyern und einen Kickertisch…

Ab 20.00 Uhr zeigen wir den Dokumentarfilm Panteón Militar – Kreuzzug gegen die Subversion.

Landgraeber, Wolfgang, BRD / Argentinien 1991
ca. 90 Minuten

1976 putscht in Argentinien das Militär unter Führung des Oberkommandierenden Jorge Videla. Was folgte nannten die Militärs selbst „Prozess der nationalen Reorganisation“. Dieser Prozesss war von einem systemtischen Staatsterror gegen die sogenannte „Subversion“ gekennzeichnet. Gemeint waren damit linke Guerillagruppen, ins Visier der Militärs und ihrer paramilitärischen Todesschwadrone gerieten aber auch, mehr oder weniger willkürlich, Ausländer und Studierende. Wer irgendwie der Subversion verdächtigt war, wurde in geheime Haftanstalten verschleppt, gefoltert oder getötet und verschwand im Río de la Plata . Man geht heute von über 30 000 Opfern aus.

Wirtschaftlich wurde versucht das Land mit neoliberalen Reformen wettbewerbsfähiger zu machen. Dies führte aber nicht zu dem erhofften Aufschwung, im Gegenteil: Ende der 70er Jahre ist Argentinien hochverschuldet. Dass dabei auch die massive Aufrüstung eine Rolle spielte wird im Film eindrücklich dargelegt. Trotz der Rüstungsimporte verliert Argentinien 1983 den Krieg um die Falkland-Inseln und die Militärs verspielen damit ihren letzten Rückhalt bei der Bevölkerung. Unter zunehmendem Druck leiten sie schließlich einen Redemokratiserungsprozess ein.

Die Haltung der BRD und besonders der deutschen Botschaft in Buenos Aires während der Zeit des Staatsterrors wurde vor Allem wegen ihres mangelnden Einsatzes für verschleppte und getötete Deutsche bzw. Deuschstämmige (Z.b. Klaus Zieschank u. Elisabeth Käsemann) kritisiert. Die Unbelastetheit der wirtschaftlichen Beziehungen, so lautet der Vorwurf, seien Helmut Schmidt und Genscher wichtiger gewesen. Diese wirtschaftlichen Beziehungen werden in der Dokumentation unter die Lupe genommen. Wie war es möglich dass Thyssen und Blohm + Voss geltende Gesetze umgehen konnten um Rüstungsgüter an die Militärjunta zu lieferten? Eine Ausnahme oder eher die Regel?

Der Film ist erschienen in der Reihe „Bibliothek des Widerstands“ im LAIKA-Verlag.

„Detailliert bescheibt der Film den Kreislauf von Staatsverschuldung und militärischer Aufrüstung in Argentinien während der Herrschaft der Militärjunta. Dokumentiert wird auch die enge Zusammenarbeit der deutschen Bundesregierung und Rüstungsindustrie mit Argentinien in dieser Zeit. Unter Bruch geltender Gesetze konnten Konzerne wie Thyssen und Blohm + Voss U-Boote, Kriegsschiffe und andere Rüstungsgüter liefern. Der damalige Staatsminister Klaus von Dohnanyi (SPD) rechtfertigte die Lieferungen später mit den Worten: „Die rüstungspolitischen Grundsätze der Bundesregierung lassen auch Ausnahmen zu.“ Die Ausnahme war hier allerdings die Regel.“

Siehe auch http://www.laika-verlag.de/bibliothek/panteon-militar-film

Veranstalter: AG Bildungskeller, GEW-Hochschulgruppe.

DIENSTAG, 7. Juni 2011: Maya Deren – Avantgarde- und Experimentalfilm der 1940 und -50er Jahre

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend im Bildungskeller

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt leckeres Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, die Infothek mit Broschüren und Flyern und einen Kickertisch…

Ab 20.00 Uhr zeigen wir experimentelle Kurzfilme der Avantgardekünstlerin Maya Deren .

Maya Deren gilt als eine Ikone des experimentellen Films. Ihre nicht nur visuell sondern auch symbolisch beeindruckenden Filme gelten als Klassiker der Filmkunst. Sie setzte in ihren Filmen beispielsweise erstmals Grundtechniken des heutigen Films wie Stop-Motion oder den Slow-Motion-Shot ein.

Eingeleitet und kommentiert von einem Kommilitonen zeigen wir eine Auswahl von Kurzfilmen von Maya Deren, u.a.:
Meshes of the Afternoon (1943)
At Land (1944)

Maya_Deren

Veranstalter des OpenSpace-Dienstags sind in dieser Woche die AG Bildungskeller und die GEW-Hochschulgruppe.