Archiv für Januar 2011

Prädikat: Lesenswert!

Der Blog in defense of lost causes setzt sich in einem aktuellen Beitrag („Die Reaktion – Charme Offensive der Rostocker Burschenschaften im Studentenmagazin Heuler“) mit unserer Veranstaltung zur Kritik des Verbindungs(un)wesens und einem Beitrag im Heuler auseinander.

DIENSTAG – 01.02.2011: „Der gewöhnliche Faschismus“

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend in Bildungskeller

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zum Essen (Selbstkostenpreis).
Außerdem Kaffee, Tee, die Gesellschaft netter Leute und neuerdings auch einen Kickertisch.

Diese Woche gibt es zudem Infos zu den antifaschistischen Protesten gegen die faschistischen Aufmärsche am 13. und 19. Februar in Dresden sowie die Möglichkeit zum Erwerb von Busfahrkarten für die gemeinsame Anreise zu den antifaschistischen Massenblockaden am 19.Februar.

DD

Siehe auch:
http://no-pasaran.mobi/
http://dresden-nazifrei.com/
http://www.bringzwei.com/
http://mvgoesdd.blogsport.de/

Im Anschluss ab ca. 20.00 Uhr läuft der Film „Der gewöhnliche Faschismus“ (UdSSR 1965, 123 Min.)

DGF

Spielende Kinder, Liebespaare, Bilder aus dem Alltag in Moskau, Warschau und Berlin. Sympathische, liebenswerte und glückliche Menschen. Sahen jene Deutschen der dreißiger Jahre, die zu Barbaren wurden, anders aus? Der sowjetische Regisseur Michail Romm stellt sich der Frage: „Wie werden aus zivilisierten Menschen gewöhnliche Faschisten?“.

Zur Editionsgeschichte des Films siehe auch: http://www.linksnet.de/de/rezension/25504

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Veranstalter: Hochschulgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der Universität Rostock, AG Bildungskeller, [´solid], VVN-BdA Jugend.

DIENSTAG – 25.01.2011: Die Strategie der Strohhalme – Proletarische Unruhe im Industriegürtel von Delhi (Indien)

Immer wieder dienstags… :
OpenSpace-Abend in Bildungskeller

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zum Essen (Selbstkostenpreis).
Außerdem Kaffee, Tee, die Gesellschaft netter Leute und neuerdings auch einen Kickertisch.

Ab ca. 20.00 Uhr läuft die Dokumentation Die Strategie der Strohhalme – proletarische Unruhe im Industriegürtel von Delhi (Indien/BRD 2010, 58 Min.).

Die Region Delhi ist in den letzten 20 Jahren zu einem der größten Industriezentren der Welt aufgestiegen. Die nötige Arbeitskraft kommt aus den ärmeren Regionen Indiens, wo der ländlichen Bevölkerung das Überleben immer schwerer gemacht wird.

So kommt es, dass im Industriegürtel von Delhi vier bis fünf Millionen Industriearbeiterinnen und Industriearbeiter bereit sind, ihre Gesundheit zu ruinieren für Löhne, die kaum das Überleben ihrer Familien sichern.

Die Menschen sind dieser Situation fast ohnmächtig ausgeliefert, dennoch suchen sie nach erfolgreichen Formen kollektiven Widerstands: Die Filmemacherin Bärbel Schönafinger zeigt nicht nur die Ausbeutung, sondern auch die Organisierungsversuche der Beschäftigten. Selbst der 17-jährigen Jungarbeiterin ist die Gewerkschaft »Einheit« bekannt. Einer ihrer Kollegen vergleich sie mit einem Nest aus Strohhalmen, das den Einzelnen auffängt und schützt. Diese Metapher ging in den Titel des Videos ein.

In den Gesprächen machen die Arbeiter deutlich, dass sie sich ihrer Macht bewusst sind. Als während der Fabrikkämpfe im Jahr 2009 die Produktion im Industriegürtel von Delhi stockte, kamen bald auch die Fließbänder von General Motors in verschiedenen US-Werken zum Stehen. Denn die indischen Billiglohnklitschen gehören zur Lagerhalle der weltweiten Automobilindustrie.

Informationen zum Film: Hier, hier

Strohhalme

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Vor der Aufführung des Films erfolgt eine Einführung zum Thema von Dr. Pierre Gottschlich und im Anschluss an den Film besteht – wie immer – die Möglichkeit zur ausgiebigen Diskussion.

Veranstalter: Hochschulgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der Universität Rostock, AG Bildungskeller.

Kein OpenSpace am 18.01.2011 – Veranstaltung im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche

Am 18. Januar 2011 findet ausnahmsweise kein OpenSpace-Abend im Bildungskeller statt.

Wir verweisen auf die Veranstaltungen im Rahmen der von verschiedenen Hochschulgruppen organisierte Nachhaltigkeitswoche an der Universität Rostock:
http://www.nachhaltigkeitswoche2011.tk/

„Digitale Nachhaltigkeit — Was bedeutet Nachhaltigkeit bei nicht-knappen Wissensressourcen?“
18. Januar, 19 Uhr, Ulmenstraße 69 – Haus 1 Raum 224

Dr. Marcus M. Dapp promovierte an der ETH Zürich zum “Einfluß von Software-Patentierung auf die Motivation und Innovation von Entwicklern von Freier/Open Source Software” und ist seitdem dort als Lehrbeauftragter tätig. Er beschäftigt sich in der Lehre mit der Frage des nachhaltigen Umgangs mit digitalen Gütern. Seit Sommer 2009 arbeite er als IT-Stratege bei der Landeshauptstadt München, wo er sich in Fortsetzung dieses Themas auch mit “Open Government” beschäftigt.
Der Vortrag beschreibt, wie verschiedene Interessen die Produktion, Verteilung und Nutzung digitaler Ressourcen (Code & Content) beeinflussen. Gängige Ansätze mit starker Betonung Geistigen Eigentums werden mit offenen Ansätze (Linux, Wikipedia und YouTube) verglichen. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen dieser Ansätze und »digitaler Nachhaltigkeit« als möglicher Vision für die Gesellschaft.