Archiv für Dezember 2010

DIENSTAG – 11.01.2011: Saufen, Schlagen, Seilschaften – Zur Kritik des Verbindungs(un)wesens

Der Untertan

Saufen, Schlagen, Seilschaften – Veranstaltung zur Kritik des Verbindungs(un)wesens

Burschenschaften, Corps und andere Studentenverbindungen sind nicht dasselbe, teilen aber eine verhängnisvolle Geschichte, die durch Nationalismus, Militarismus, eine elitäre Gesellschaftsvorstellung und Antisemitismus geprägt ist. Auch an der Universität Rostock sind diverse Verbindungen und neuerdings sogar eine Damenschaft aktiv.

Das in den Verbindungen gepflegte Gesellschaftsbild gilt als konservativ und von einem eigenen Eliteanspruch geprägt, die Geschlechterrollen sind klar verteilt, Rituale beherrschen einen großen Teil des Zusammenlebens. Die Beziehungen, die in einer Studentenverbindung geknüpft werden, sind auf lebenslange Dauer angelegt. Häufig schaffen es Mitglieder von Verbindungen, begünstigt durch gute Kontakte ihrer „Alten Herren”, bis nach „ganz oben”, sei es in der Justiz, der Politik, der Wirtschaft oder in den Medien. Um nur einige Namen zu nennen: Peter Ramsauer (Bundesverkehrsminister), Joseph Ratzinger (Papst), Thomas Gottschalk (TV-Moderator), Klaus Kleber (TV-Moderator), Ferdinand Kirchhof (Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts)…

Auch wenn sich einige gegen den Vorwurf wehren, rechts zu sein, fanden doch auch viele Rechtskonservative und Nazis ihre politischen Anfänge in Burschenschaften. Auch entsprechen studentischen Verbindungen heute offensichtlich wieder einem gesellschaftlichen Trend zum Konservatismus und zu nationalistischer und militaristischer Ideologie.

Geschichte, Strukturen und gesellschaftliche Bedeutung von studentischen Verbindungen sollen in dieser Veranstaltung dargelegt und diskutiert werden. Referent ist Jörg Kronauer, einer der Autoren des Buches „Studentenverbindungen in Deutschland: Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer Sicht“.

Veranstaltung im Rahmen der dienstäglichen OpenSpace-Veranstaltungsreihe im Bildungskeller.
Dienstag, 11. Januar 2011, 19.00 Uhr

Veranstalter/innen: Hochschulgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der Universität Rostock, VVN-BdA, AG Bildungskeller. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Rostock statt.

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ergänzende Hinweise:

* Am 12.1.2011 findet eine entsprechende Veranstaltung zur Kritik des Verbindungs(un)wesens mit Jörg Kronauer auch in Greifswald statt.

* Auf der Homepage der GEW-Kassel findet sich ein Archiv mit Broschüren und Materialien zum Verbindungs(un)wesen.

* Der Vortrag an der Universität Rostock findet voraussichtlich wegen zu erwartender reger Teilnahme im (größeren) Raum 224 (Ulmenstraße 69, Haus 1) statt. Treffpunkt bleibt jedoch der Bildungskeller. Es gibt dort (im Bildungskeller) auch trotzdem etwas leckeres zu essen.

DIENSTAG – 04.01.2011: OpenSpace & Film „The Weather Underground“

Dienstag, 04. Januar 2011
Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
(Meistens gibt es eine Kleinigkeit zu Essen zum Selbstkostenpreis. Kaffee, Tee und die Gesellschaft netter Leute gibt es immer…)

Ab 20.00 Uhr wird die Dokumentation „The Weather Underground“ (USA, 2002, Originalton mit deutschem Untertitel) gezeigt.

Aus dem Werbetext des Verleihs:

In den Sechziger und Siebziger Jahren war die Polarisierung der politischen Situation in den USA akut mit dem Vietnam-Krieg und den Kampf um die Bürgerrechte verbunden. Angesichts der scheinbar wirkungslosen Methoden des friedlichen Protests und Widerstands bildeten sich innerhalb der Protestbewegung militante Gruppen, unter anderem der Weather Underground.

Der Film beleuchtet Vorgeschichte und Aktivitäten des Weather Underground. Green und Siegel lassen Aktivisten und Aktivistinnen von damals sprechen und zeigen die vom FBI angewandten illegalen Methoden in der Bekämpfung der Revolte. The Weather Underground wurde 2004 für den Oscar nominiert und ist erst das zweite filmische Dokument zu der US-amerikanischen Stadtguerilla.

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

DIENSTAG – 07.12.2010: OpenSpace & Film „Der schweigende Stern“

Immer wieder dienstags …

Ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
(Meistens gibt es eine Kleinigkeit zu Essen zum Selbstkostenpreis. Kaffee, Tee und die Gesellschaft netter Leute gibt es immer…)

Ab ca. 20.00 Uhr läuft der DEFA SciFi-Film „Der schweigende Stern“ (DDR, Volksrepublik Polen 1960)

DSS

Der schweigende Stern ist der erste Science-Fiction-Film des DEFA-Studios für Spielfilme (Gruppe „Roter Kreis“) aus dem Jahr 1960, der in Co-Produktion zwischen der DDR und Polen entstand. Der Film, der nach Stanisław Lems erstem Roman „Die Astronauten“ (bzw. „Der Planet des Todes“) gedreht wurde, wurde genau zu jener Zeit realisiert, als der erste künstliche Flugkörper überhaupt im Rahmen der russischen Lunik-Mission gezielt auf der Mondoberfläche aufschlug. Der Streifen kam am 26. Februar 1960 in die Kinos der DDR. In die Lichtspielhäuser der Bundesrepublik Deutschland kam der Film am 9. September 1960 unter dem Titel Raumschiff Venus antwortet nicht. Heute ist der Film wieder unter dem Originaltitel erhältlich.

Hauptthema des Films ist die Warnung vor einer nuklearen Katastrophe, einer Gefahr, die angesichts des sich verschärfenden Kalten Krieges und der Atombombentests in den USA und der Sowjetunion in den 1950er Jahren sehr real war. Dargestellt wird es im Film am Beispiel der Bewohner des Planeten Venus, die die Erdbevölkerung mit Nuklearstrahlen ausrotten wollten, stattdessen aber durch ihre eigenen Waffen umkamen.

(Wikipedia)