Winterpause…

… wir warten auf die Frühlingssonne! :)

Zur Erläuterung ein copy&paste aus den Kommentaren bei Youtube:

This flashmob was organised in a job centre/unemployment office in Madrid by a Spanish radio program called Carne Cruda (which means „raw meat“). This program was closed down because of their left wing tendencies in August 2012 by the conservative Spanish government. Luckily, Carne Cruda are now back now in a different radio station. (…) the song has a second meaning in Spanish related to the „Indignados-15m“ movement (yes, one of the models to inspire the later „Occupy“) as the meeting point has always been „Sol“ (a central square in Madrid) and has, since then, became a symbol of change, so the subtitles here are key for political reasons.

Siehe auch:
http://www.cadenaser.com/carnecruda20/

Feiertagsprogramm: Kämpfen lernen!

Bis Anfang Januar bleibt der Bildungskeller geschlossen. Als Alternativprogramm für ruhige Momente „zwischen den Jahren“ haben wir drei Kurzfilme über wichtige und beispielhafte Kämpfe des Jahres 2012 für Euch herausgesucht (via labournet.tv):

3 Cosas – Drei Dinge
Nachdem sie einen Mindestlohn von 8,30 Pfund (10 Euro) durchgesetzt hatten, begannen outgesourcte Putzleute im November 2012 an der Londoner Universität für drei Dinge zu kämpfen: Pensionsansprüche, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und mehr Urlaubstage.

Die University of London – eine der prestigeträchtigsten Universitäten des Landes – steht in dem Ruf, liberal zu sein. Dennoch gesteht sie outgesourcten Arbeiter_innen nicht einmal grundlegende Menschenrechte zu. Nachdem sie nach einem langen Kampf, den Londoner Mindestlohn erkämpft hatten, verlangen die in UNISON organisierten Leiharbeiter_innen jetzt Pensionen, Krankengeld und mehr Urlaubstage, so wie jedem anderen Universitätsangestellten zugestanden werden.


Streik der Lehrer_innen in Chicago

Film über den Streik der Lehrer_innen in Chicago im September 2012 – Die Lehrer_innen kämpften mit Unterstützung ihrer Schüler_innen und deren Familien für eine deutlich bessere Ausstattung der Schulen und eine 4%ige Lohnerhöhung.

Die Dokumentation über den Streik wirft ein Schlaglicht auf die Situation in den öffentlichen Schulen in Chicago: Eine Schülerin berichtet davon, dass die Klassen bis zu 55 Schüler_innen umfassen, eine Lehrerin erzählt, dass ihr Schulbuch für Volkswirtschaft 12 Jahre alt sei. Eine Krankenschwester erzählt, dass sie für drei Schulen und 27.000 Kinder verantwortlich sei. In einer Schule mit 1.8000 Schüler_innen gibt es einen Sozialarbeiter etc.

Lisbon calling: Der 14. November in Portugal
Am 14. November 2012, sind tausende Menschen in Portugal im Rahmen eines europaweiten Generalstreik auf die Straße gegangen. Bis vor kurzem wurde Portugal vom Internationalen Währungsfonds als Musterbeispiel für die Effektivität der von ihm verordneten Austeritätspolitik gehandelt. Aber heute liegt die portugiesische Volkswirtschaft im danieder, vergleichbar mit Griechenland oder Spanien. Dieser kurze Dokumentarfilm berichtet von der Woche rund um den 14. November in Lissabon.


Auch 2013 gilt:
„Dass Du Dich wehren musst, wenn Du nicht untergehen willst, wirst Du doch einsehen.“
(Bertolt Brecht)

Auf ein kämpferisches neues Jahr!

MONTAG, 10. Dezember 2012: Pädagogische Reihe (III) „Ein ästhetisches Bildungsprojekt?“

OpenSpace-Abend im Bildungskeller

- ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zu Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, eine Infothek mit aktuellen politischen Broschüren und Flyern sowie einen Kickertisch…

- ab 20.00 Uhr Pädagogische Reihe (III): „Ein ästhetisches Bildungsprojekt?“
Vortrag und Diskussion mit Florian Wobser

Alexander Kluge hat die Öffentlichkeit der BRD kontinuierlich und auf verschiedenen publizistischen Wegen bereichert. U.a. warf Kluge in drei – mit dem Soziologen Oskar Negt gemeinsam verfassten – Theorieschriften differenzierte Blicke auf die sozio-politische Öffentlichkeit des 20. Jahrhunderts. Diese von Kritischer Theorie Frankfurter aber auch französischer Schule beeinflussten Schriften bedingen sich zugleich mit Kluges audiovisueller Medienpraxis. Für seine seit den 1980er Jahren im privaten Fernsehen der BRD ausgestrahlten Kulturmagazine, die oft von einem Philosophieren im Modus des Interviews geprägt sind, ist Kluge dagegen berühmt (und ein wenig berüchtigt). Innerhalb der pädagogischen Reihe des Bildungskellers sollen Theorie und Praxis Kluges als ästhetisches Bildungsprojekt knapp vorgestellt sowie gemeinsam erörtert und beurteilt werden.

Eine Veranstaltung der AG Bildungskeller und der GEW-Hochschulgruppe in Kooperation mit dem Fachschaftsrat Geschichte (FaIGe).

MONTAG, 03. Dezember 2012: Pädagogische Reihe (II) „Jugend ohne Gott“

OpenSpace-Abend im Bildungskeller

- ab 19.00 Uhr ist der Bildungskeller geöffnet.
Es gibt eine Kleinigkeit zu Essen sowie Getränke zum Selbstkostenpreis. Außerdem die Gesellschaft netter Leute, eine Infothek mit aktuellen politischen Broschüren und Flyern sowie einen Kickertisch…

- ab 20.00 Uhr Pädagogische Reihe (II): Jugend ohne Gott
Regie: Michael Knof // Deutschland 1990

Horváths Roman über einen humanistischen Lehrer der in den 1930er Jahren am rohen Nihilismus seiner Schüler verzweifelt, erschien 1937 in Amsterdam und machte den Autor weltweit bekannt. 1938 wird „Jugend ohne Gott“ auf Antrag der Gestapo in die „Liste schändlichen und unerwünschtem Schrifttums“ aufgenommen. Der Roman wird häufig im Deutschunterricht gelesen, auch wenn sein eigentliches Thema weniger die Schüler sind, als vielmehr die Entwicklung des Lehrers, der zu Beginn zwar Feind des nationalsozialistischen Regimes ist, sich aber angesichts angepasster Schüler, Eltern und Vorgesetzter außerstande sieht über passiven Widerstand hinauszugehen.

Trailer:

Eine Veranstaltung der AG Bildungskeller und der GEW-Hochschulgruppe in Kooperation mit dem Fachschaftsrat Geschichte (FaIGe).

SAMSTAG, 1. Dezember 2012: Workshop „Gewerkschaftliche Antworten auf die Krise“

Zwar ist die „Krise“ in den Medien allgegenwärtig, aber gleichzeitig scheint sie in Deutschland nicht angekommen zu sein, erscheint irgendwie weit weg und man wird den Eindruck nicht los, dass eigentlich niemand versteht, was vor sich geht, geschweige denn einen Plan hat, wie man die Krise bekämpfen kann. Und was heißt es überhaupt, die Krise zu bekämpfen? Können die Kürzungen in Griechenland, die unmenschliche Konsequenzen für die Lohnabhängigen haben, der richtige Weg sein? Muss man Demokratie „marktkonform“ gestalten? Oder ist sie das längst? Was können und sollten national organisierte Gewerkschaften in einer internationalen Krise tun?

Wir glauben, dass eine Analyse der Krise möglich ist und dass sich daraus auch ergibt, was zu tun ist – Und das wird nicht sein, Arbeitsplätze zu retten, indem der „Standort“ gesichert wird, auf Kosten der Rechte und Lebensbedingungen aller Lohnabhängigen. Warum das nicht funktioniert und welche Alternativen wir haben, wollen wir in einem Workshop gemeinsam diskutieren.

Beginn: 13.00 Uhr

Eine Veranstaltung der AG Bildungskeller und der GEW-Hochschulgruppe in Kooperation mit der DGB-Jugend M-V.